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Grußwort des Ortsbürgermeisters Jeßnitz (Anhalt)

Als Ortsbürgermeister dieses Ortsteils möchte ich Sie in unserer altwürdigen Stadt herzlich willkommen heißen.

Jeßnitz war bis 31.12.2009 eine selbständige Stadt. Man hat sich am 01.01.2010 mit weiteren selbständigen Gemeinden zur Stadt Raguhn-Jeßnitz zusammengeschlossen.

Unser Ort kann auf eine lange historische Entwicklung zurückblicken. Jeßnitz wurde erstmals als Jeszant 1259 in einer Magdeburger Urkunde erwähnt. Nachweislich besitzt es seit 1401 das Stadtrecht. Eine Stadtmauer hat es nie gegeben, da die Stadt allseitig von Wasser umgeben war. Unseren Vorfahren müssen der Fischreichtum der Mulde, trotz wiederkehrender Hochwasser und die guten Bodenverhältnisse zugesagt haben. 1483 wurden 2 Stadttore erwähnt, die mit Erweiterung der Stadt weiter nach außen rückten. 1619 kam ein drittes Stadttor hinzu. Jeßnitz war Grenzort zu Sachsen, ab 1815 zu Preußen. Somit nahm die Stadt für die Anhaltischen Fürsten Zölle ein.

Landwirtschaft, Handwerk und Kleinbetriebe waren die Erwerbsgrundlage für unsere Einwohner.
Zeitig wurde die Wasserkraft für Getreidemühlen und für die Papierfabrik genutzt. Durch die Flaggenfabrik von Plaut und Schreiber wurde Jeßnitz international bekannt. Auf den Weltmeeren fuhren die Schiffe mit Flaggen aus Jeßnitz. Die Erzeugnisse von 3 Ziegeleien lösten Häuser aus Lehm und Stroh gedeckte Dächer ab.

Unser Stadtwappen weist auf die Mulde, die Kirche, die einmal 2 Türme hatte, aber besonders auf das Weberhandwerk hin. Die Blütezeit war um 1800.

Die Stadt hatte unter dem 30jährigen Krieg und den Machenschaften Napoleons zu leiden. Generalfeldmarschall Blücher hatte am 9. Und 10. Oktober 1813 sein Hauptquartier in der Hauptstraße 10. Eine Gedenktafel erinnert noch am Folgehaus daran.

Einige in Jeßnitz geborene Schriftsteller haben unseren Ort bekannt gemacht.
Hermann Conradi wurde am 12.07.1862 in der Leopoldstraße 8 geboren. Auch hier finden wir eine Gedenktafel. Heute trägt unsere Grundschule seinen Namen. Alljährlich findet am Karfreitag eine Conradiwanderung statt. Auch eine Linde erinnert an ihn.
Auch Franz Paul Baege ist ein Kind unserer Stadt. Am Geburtshaus Neustadt 6 erinnert eine Tafel an ihn.
Weiter wäre zu nennen: Otto Ernst Hesse sowie der Schriftsteller Alexander.

Anhalt war allgemein judenfreundlich. So finden wir seit 1680 jüdische Familien in Jeßnitz, die maßgeblich an der Entwicklung unserer Stadt beigetragen haben. Anfang 1700 gab es eine jüdische Druckerei, die mehrere wissenschaftliche Bücher in Hebräisch herausgab.

Über 10 Vereine sorgen für das gesellschaftliche Leben in der Stadt. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger Christian Gille, der aus dem Kanusportverein hervorging, hat zum Ansehen der Stadt beigetragen. Ihm wurde die Ehrenbürgerschaft verliehen.

 

Wer Fragen zu unserer Stadt hat, kann sich diesbezüglich an mich wenden.

Helmut Ernst
Ortsbürgermeister

Kontakt

Stadt Raguhn-Jeßnitz
Rathausstraße 16
06779 Raguhn-Jeßnitz

 

Sprechzeiten

Mo: geschlossen
Di: 09.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.30 Uhr
Mi: geschlossen
Do: 09.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 15.30 Uhr
Fr: 09.00 bis 12.30 Uhr

Bitte beachten Sie, dass die Kasse Raguhn freitags geschlossen ist.

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